Confiserie Christen seit 1864

Johann Jakob Christen, Sohn des David Christen, Schlosser zu Herzogenbuchsee, war erst 20 Jahre alt, als er das Geschäft in der Bachtalen in Herzogenbuchsee übernahm. Er verheiratete sich mit Anna Marie Howald geb. Schneeberger von Thörigen. Elf Kinder belebten das Haus, das heute noch neben dem alten Feuerwehrmagazin steht. Als der Vater 1907 starb, half der Sohn Ernst der betagten Mutter die Bäckerei weiterzuführen.

1914 verheiratete sich Ernst Christen mit Mina Dubs aus Affoltern a.A. und baute an der Thörigenstrasse eine neue Bäckerei mit einem kleinen Landwirtschaftsbetrieb. In diesen schweren Zeiten kamen der Sohn Alfred und drei Mädchen zur Welt. Der erste Weltkrieg, die Krisenjahre und der zweite Weltkrieg gingen nicht spurlos an der Familie vorbei.

1939 verlegten sie ihr Geschäft an die Wangenstrasse 17. Hier wurde der Grundstein für das heutige Geschäft gelegt. Ihr Sohn Alfred, der sich in der Zwischenzeit in Bern als Konditor-Confiseur ausgebildet hatte, half ihnen dabei.

1945 konnte Alfred Christen das Haus zum Rankhof käuflich übernehmen. Im gleichen Jahre ehelichte er Ursula Nüssli aus Solothurn. In ihr fand er die ideale Lebensgefährtin, die ihm während 40 Jahren half das Geschäft aufzubauen. Dieser Ehe entsprossen eine Tochter und zwei Söhne.

 

1960 wurde das Haus an der Fabrikstrasse 12 angebaut. Die Geschäftsräume, besonders das Tea-Room konnten bedeutend vergrössert werden. Gleichzeitig entstanden 9 Mietwohnungen.

1970 gab Frau Straub den Bazar zum Rankhof, der sich neben der Bäckerei befand, auf. Nun konnte auch der Laden modernisiert und ausgebaut werden. Im neuen Ladenlokal bot sich die Gelegenheit, die Ware besser präsentieren zu können und den Kunden mehr Bewegungsfreiheit zu geben.

Da der Sohn Ulrich gewillt war, das Geschäft weiterzuführen, bildete er sich in der Zwischenzeit gründlich aus. Seiner Lehre in Bern als Konditor-Confiseur folgte eine Zusatzausbildung als Koch in Solothurn. Er absolvierte die Wirteprüfung und bestand anschliessend mit Erfolg die Meisterprüfung als Konditor-Confiseur. Zur weitern Ausbildung kehrte er noch einmal nach Bern zurück. In Ruth Born aus Niederbipp fand er seine Lebensgefährtin. Gemeinsam betreuen sie das heute sehr vielfältig gewordene Geschäft. Mit ihren beiden Kindern wohnen sie auch im Rankhof.

1985 entschlossen sie sich, das Geschäft auf eigene Rechnung weiterzuführen. So konnten die Eltern bei noch recht guter Gesundheit, nach 40jähriger Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand treten.

1986 wurde ein Backofen nach neuesten Erkenntnissen eingebaut.
Neben einer grossen Vielfalt von Brotsorten findet man heute im Geschäft eine reiche Auswahl selbsthergestellter Confiserie-Spezialitäten, Butterkonfekt, Pralines und hausgemachte Glacen. Im Tea-Room wird täglich, neben kleinen Snacks und Canapes ein abwechslungsreiches Tagesmenu serviert.